Chlausbesuch

Wer kommt zu Besuch?

Der Samichlaus, die Helferin und der Schmutzli kommen immer gemeinsam zu einem Besuch.

Der Samichlaus: Er leitet den Besuch, spricht mit den Kindern und manchmal auch mit den Erwachsenen. Am meisten freut er sich über die Verse und Lieder der Kinder.

Die Helferin: Sie bringt das rote Buch, in dem steht, was unter dem Jahr so alles gewesen ist. Übers Jahr schaut sie ab und zu bei den Familien vorbei und notiert sich was gut gemacht wird und was noch verbesserungswürdig ist. Sie trägt auch das Glöcklein, welches früher der Esel trug, und kündigt damit den Besuch an.

Der Schmutzli: Er ist ein Köhler, daher hat er auch so viel  Russ im Gesicht, und er trägt den Sack mit den Gaben, die Laterne und den Handbesen. Diesen braucht er, um das Chlaushüsli zu  putzen oder jeweils vor dem Eintreten in ein Haus, den Schnee von den Schuhen zu putzen. Er hilft dem Samichlaus bei den Vorbereitungen wie dem Backen, dem Säcke füllen und  er schaut, dass das Chlaushüsli immer tiptop ist. Beim Besuch verteilt er die Gaben an die Kinder.

Wie verläuft ein Besuch?

Die Besuche verlaufen unterschiedlich. Es kommt darauf an, ob es ein Familienbesuch oder ein Besuch im Kindergarten oder bei einem Verein oder einer Firma ist.

Bei Besuchen in Spielgruppen, Kindergärten und Schulen sowie bei Grossfeiern für Erwachsene ruft der Samichlaus im Vorfeld an und bespricht den Ablauf und die Wünsche für den Besuch.

Bei Familienfeiern kommt er ohne vorheriges Telefonat vorbei. Da zaubern der Samichlaus die Helferin und der Schmutzli vorweihnachtliche Stimmung ins Wohnzimmer.

Eine Familienfeier beginnt mit einleitenden Worten oder einer Geschichte des Samichlaus. Eine der Geschichten erzählt zum Beispiel, was er und Schmutzli im Waldhüsli erleben. Bei älteren Kindern kann es auch eine Geschichte über Freundschaft, Mut, Glück oder Freude sein. Danach schlägt die Helferin das Buch auf und berichtet dem Samichlaus, was sie das Jahr hindurch «gesehen» hat. Traditionell bereiten die Kinder ein Gedicht, Lied oder Musikstück vor, das sie im Anschluss an die Ausführungen der Helferin vortragen.
Zum Schluss verteilt der Schmutzli die Gaben oder die Kinder dürfen gemeinsam mit dem Schmutzli den Sack ausleeren. Darin befindet sich, was die Eltern bereitgestellt haben. Traditionell bringt der Samichlaus Lebkuchen, Mandarinen, Nüsse, Schokolade und Pfeffernüsse.

Wichtig: Beim Besuch wird niemand blossgestellt! Nässt ein Kind ins Bett, wird dies die Helferin bei Familienfeiern nicht erwähnen. Genauso lässt der Samichlaus bei Grossfeiern für Erwachsene alle Witze unter der Gürtellinie weg. Stehen zu viele Dinge auf der Liste, lässt die Helferin nach eigenem Gutdünken weg, was sie als zu viel erachtet.

Unser Besuch soll allen Besuchten Freude machen und noch lange in bester Erinnerung bleiben. Die Angst vor dem Samichlaus ist unbegründet. Weder er, noch der Schmutzli nehmen  Kinder in den Sack. Der Schmutzli trägt auch keine Rute mehr, sondern wie schon erwähnt, einen Handbesen.

Wir wollen nicht erziehen, sondern den Kindern und Erwachsenen eine Rückmeldung über ihr Verhalten geben. Kritik ist gehört dazu, jedoch Lob ist viel wichtiger!
Bitte beachten Sie dies beim Ausfüllen der Liste. Schreiben Sie 1-2 Punkte auf, welche verbessert werden können und dazu 2-3 Punkte, die gut laufen und auf die Sie als Eltern stolz sind.

Wichtig: Drohen Sie bitte nie mit dem Samichlaus oder dem Schmutzli!

Bei einem Familienbesuch sollen alle auf ihre Kosten kommen – vor allem aber die Kinder! Natürlich auch die Eltern und Grosseltern, Gotte und Götti und weitere Freunde der Familie, die dabei sind.

Vorbereitung auf den Besuch

Mit der Anmeldung senden Sie uns die Liste mit dem möglichen Wunschterminen und Zeiten.
Der Samichlaus meldet sich für den genauen Termin rechtzeitig bei Ihnen. Sie können ihm bei dieser Gelegenheit mitteilen, wo die Gaben für den Sack abgestellt sind.

Schön ist es, wenn der Ort der Veranstaltung vorweihnachtlich und "chlausig" geschmückt ist. Bitte schalten Sie den Fernseher aus, sobald der Samichlaus da ist. Danke!

Haustiere sind oft genauso nervös wie die Kinder, das könnte stören.

Um mit dem Kind den Besuch vorzubereiten, können Sie Ihren Kindern im Vorfeld des Besuches die Legende vom St. Nikolaus erzählen. Ein Besuch im Chlaushüsli ist eine gute Gelegenheit im ungezwungenen Rahmen den Samichlaus, den Schmutzli und die Helferin zu treffen.